Guerilla Gardening meets Streetart: So werden Schlaglöcher zu Mini Gärten

Guerilla Gardening meets Streetart: So werden Schlaglöcher zu Mini Gärten

Schlaglöcher sind in Berlin manchmal so riesig wie ein kleiner Bombenkrater. Für Radfahrer kann das ziemlich gefährlich werden. Sogar eine eigene Website haben diese Löcher im Asphalt. Teuer sind sie auch noch. Fressen Löcher ins ohnehihn schon knappe Berliner Budget: Letztes Jahr hatte der Senat 25 Millionen Euro ausgegeben, um die schlimmsten „Straßenkrater“ zu stopfen.

Auch in London gibt es diese Probleme. Dort heißen die unschönen Löcher Potholes. Ein paar sehr Kreative haben sich in der britischen Hauptstadt mit Schaufeln, Erde, Rollrasen und Blumenstecklingen bewaffnet und diese Dinger in witzige Miniaturgärten verwandelt.

Der bekannteste Pothole Gardener (Schlagloch Gärtner) ist der Blogger Steve Wheen.  Der in London lebende Australier gilt als Banksy für Blumen. Denn er bepflanzt die Schlaglöcher nicht nur, sondern richtet dabei auch noch witzige, liebevoll gestaltete Szenerien mit Miniatur Accessoires her.

So ensteht aus einem Schlagloch ein Tennisfeld, ein Picknickplatz oder eine Laufbahn zu den Olympischen Spielen in London. Wheens bisheriger Favorit ist seine Kreation zur royalen Hochzeit von William und Kate; ein Strauch Mini-Orchideen mit einem Mini als Hochzeitslimousine und dem Union Jack auf dem Autodach.

Dem Blogger und Videoproduzenten Wheen kam die Idee, Schlaglöcher und graue Hausecken zu verschönern, während seines Studiums. Für ein Uni Seminar sollte er sich ein Thema suchen und dieses per Blog begleiten. Seitdem er in der britischen Hauptstadt lebt, ärgert er sich über die schlechten Straßenverhältnisse auf seinem täglichen Weg mit dem Rad durch das Londoner East End.

Vor allem aber vermisst Wheen das Gärtnern aus Kindertagen in Australien. Im Londoner Osten lebt er in einer kleinen, dunklen Wohnung.  Da ist das Schlaglochgärtnern eine echte Alternative für ihn. Sogar an Nutzpflanzen hat er sich schon ausprobiert und Salat gepflanzt, der tatsächlich geerntet werden konnte. Glück gehabt – die meisten seiner Mini Gärten Kreationen überleben leider nur ein paar Tage.

Die witzigen Bilder, die beim Pothole Gardening entstanden sind, wurden in Wheens Buch Der City-Gärtner verewigt.

Was meint Ihr, wird es das Pothole Gardening auch nach Berlin schaffen?

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© Steve Wheen

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© Steve Wheen

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© Steve Wheen

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© Steve Wheen

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© Steve Wheen

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© Steve Wheen

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© Steve Wheen

 

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