Wenn StreetArt blüht - Moos Graffiti ist der Trend des Guerilla Gardenings

Wenn StreetArt blüht – Moos Graffiti ist der Trend des Guerilla Gardenings

Graffitis – für manche sind sie Kunst á la Banksy, für andere ärgerliches Geschmiere. Ich finde, es ist mit dem Graffiti nicht anders als mit dem Schminken. Ein gut gemachtes Graffiti „Make-up“ kaschiert abgetackelte Gebäude, betont ihre architektonischen „Schokoladenseiten“ und zaubert etwas Farbe ins Einheitsgrau.

Leider gibt es beim Graffiti auch sehr viele Sprüh-Sünden, Farb-Faupaux und schlecht gemalte Konturen von Talent befreiten Möchtegern-Künstlern. Diese Schmierereien bekommt man nur noch mit entsprechender umweltschädlicher Chemie weg.

Ich finde, es ist Zeit für eine grüne und vor allem umweltfreundliche Alternative zur Spraydose!

Stellt Euch ein Graffiti vor, das aus kleinen Ökosystemen wunderschöne Formen schafft und ausschließlich aus natürlichen, ökologisch abbaubaren Materialien besteht.

Willkommen in der Welt der Moos Graffiti!

Als ich zum ersten Mal ein Moos Graffiti von der Streetart Künstlerin Anna Garforth sah, war ich total begeistert!

Die Londoner Künstlerin wird für ihre gestochen scharfen Plant-Typografien von den Garten-Guerillos weltweit gefeiert. Sie schneidet das Moos mithilfe einer Schablone zurecht und bringt es dann mit biologisch abbaubaren Leim wie ein Sticker an die Wand.

Nie wieder umweltschädliche Dosenfarben!

Moosgraffiti Grow von Anna Garforth

Anna Garforth Moos Graffiti „Grow“ erschien auf einer zum Abriss freigegebenen Wand in London. Bevor die Mauer vollständig zerstört wurde, setzte sie der städtischen Wildnis mit dem Moos Graffiti ein Denkmal und demonstrierte ihre Wertschätzung für den Wildwuchs.

Moos Graffiti Grow von Anna garforth

 

Moos graffiti Nature von Anna Garforth

Den Schriftzug Nature hat Anna Garforth für eine Kampagne der deutschen Drogeriemarktkette DM kreiert. Jetzt werden damit Naturkosmetik und Biokost beworben.

Moos Graffiti Nature von Anna Garforth

Moos Graffiti Nature von Anna Garforth

 

Moos Graffiti Big Bang von Anna Garforth

Big Bang Explosion so heißt die Installation, die Garforth für eine Show zum Internationalen Frauentag in Großbritanien entwarf. Die Show bot Designerinnen und Künstlerinnen eine gute Plattform, um ihre Arbeiten zu präsentieren.

Moos graffiti Big Bang von Anna Garforth

Die Big Bang Explosion – die Moos Bällchen stellen Mutter Erde dar, die von einer Explosion erschüttern wurde.

Moos Graffiti von Anna Garforth

Das Moos Kreuz entwarf Anna Garforth für den Londoner Urban Physic Garden. Dieser Garten ist ein städtisches Community-Projekt von britischen Architekten, Designern und Künstlern. Mit dem Garten-Projekt wollen sie die Natur und ihre heilenden Eigenschaften unterstützen und hervorheben.

Moos ist nicht nur ein cooles Material, um Wände zu gestalten. Es trägt auch zur Reduzierung der Feinstaubbelastung bei und hat eine antibakterielle Wirkung! Im ersten Weltkrieg wurde Moos auch als Wundverband eingesetzt.

Moos Graffiti Kings Cross von Anna Garforth

Fürs Londoner Architektur-Festival  designte Garforth diesen langen Bilder-Formen-Teppich aus Moos an einer verlassenen Ecke in der Kings Cross Street. Ihr Ziel war die Verwandlung dieses ungemütlichen und kaum genutzten Straßen Durchgangs in einen lauschigen, idyllischen Picknick Garten. Zum Namen der Installation King´s Cross Picnic gab es auch gleich das passende Event.

Moos graffiti Kings Cross von Anna Garforth

Moos Graffiti Mossenger von Anna Garforth

Mossenger – wenn das Moos wächst, erscheint die Message auf der Wand. Mossenger ist vom Guerilla Gardening inspiriert und verpasst den grauen Straßenwänden etwas Lebendigkeit.

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